Einführung in die Neuropathologie
Übersicht
Die folgenden kurzen Lerneinheiten vermitteln die wichtigsten Grundlagen zum Verständnis neuropathologischer Methoden. Mikroskopische, immunhistochemische und molekularbiologische Analysen von Gewebeschnitten ermöglichen vom Probeneingang bis zur Befundung eine integrierte Diagnose, welche für die Prognose und Therapieplanung der betroffenen Patient:innen entscheidend ist.
Inhalt
6 Wissensbausteine
1 Video
Der Weg einer Probe in der Neuropathologie – Vom Schnellschnitt bis zur integrierten Diagnose
Was passiert eigentlich in der Neuropathologie? Der Film gibt einen kurzen Einblick in den diagnostischen Alltag und zeigt, welche Arbeitsschritte eine Probe aus dem OP bis zur integrierten Diagnose durchläuft.
4:18 min
Immunhistochemie (IHC)
Die Immunhistochemie ist eine Methode, bei der ein Antigen einer Zelle mithilfe eines spezifischen Antikörpers direkt nachgewiesen werden kann. Dabei vermittelt ein zweiter Antikörper durch eine Farbreaktion die Detektion.
WHO-Klassifikation der ZNS-Tumoren
Die aktuelle WHO-Klassifikation beinhaltet den histologischen Tumortyp, die Gradierung und molekularbiologische Eigenschaften. Besonders die molekularen Marker erlauben eine präzisere Klassifikation für Diagnostik, Prognose und Therapie.
IDH-Status
Die Bestimmung des Mutationsstatus der Isocitratdehydrogenase (IDH) ist häufig der erste Schritt der molekularen Diagnostik und ein entscheidender Marker bei der Klassifikation von Gliomen.
Methylierungsprofil
Mithilfe von DNA-Methylierungsassays lassen sich Methylierungsprofile von ZNS-Tumoren erstellen, die Hinweise auf eine bestimmte Tumorentität und Subgruppe geben.
1p/19q-Status
Veränderungen im Genom der Tumorzellen, wie der Verlust oder der Gewinn von DNA, helfen bei der Klassifizierung von Tumoren. Die 1p/19q-Kodeletion ist ein wichtiger Tumormarker der Oligodendrogliome
MGMT-Promotor-Methylierungsstatus
Die O-6-Methylguanin-DNA-Methyltransferase (MGMT) ist ein Reparaturprotein, das Tumorzellen resistenter gegen alkylierende Chemotherapeutika macht. Methylierungen der Promotorregion steuern die Expression des MGMT-Gens. Daher ist die Bestimmung des Methylierungsstatus hilfreich bei der Prognose und Therapieentscheidung.
Wissenschaftliches Expertenteam
Dr. med. Claire Ertelt-Delbridge
Leitung der Abteilung für Neuropathologie
Technische Universität München Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christian Mawrin
Direktor des Instituts für Neuropathologie
Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg